Linearsysteme – Funktionsweise, Führungsarten und Anwendungen
Linearführungen dienen zum Bewegen einer Last entlang einer bestimmten, geraden Strecke. Sie unterscheiden sich damit von Radialführungen, welche die Last entlang eines Kreisbogens führen.
Linearsysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sie wiederholgenau translative, also in beide Bewegungsrichtungen gleichförmige, Bewegungen durchführen. Aufgrund des begrenzten Bewegungsspielraums sind Linearsysteme in der Industrie "gleichmäßig beschleunigt".
Linearführungen werden in Gleitschienenführung oder in Rollenschienenführung unterschieden. Gleitschienenführungen bestehen aus wenigen Bauteilen und arbeiten nach einer Einlaufzeit sehr zuverlässig und langlebig. Sie haben bei Energieausfall selbstbremsende Eigenschaften, was ihren Betrieb sehr sicher macht.
Rollenschienen-Linearsysteme haben eine geringere Reibung und benötigen entsprechend kleinere Vorschubkräfte. Vor allem die Überwindung des Ruhemoments mit dem folgenden Stoßimpuls ist bei industriellen Rollenschienen-Linearsystemen vernachlässigbar gering. Im Gegensatz zu der Gleitschienenführung hat die Rollschienenführung gute Notlaufeigenschaften. Bei einem Energieausfall führt die Rollschienenführung eine Bewegung zu Ende, bevor sie stoppt. Das kann, je nach Anwendungsfall, vorteilhaft und gewünscht sein.
Was sind Linearsysteme und wie funktionieren sie?
Funktionsprinzip eines Linearsystems
- Linearsysteme erzeugen translative Bewegung entlang einer definierten, geraden Strecke.
- Die Bewegung ist gleichförmig und wiederholgenau.
- Linearsysteme unterscheiden sich von Rotationssystemen durch ihren begrenzten Bewegungsspielraum.
Technische Eigenschaften
- präzise linearbewegung
- gleichförmige Bewegung
- hohe Wiederholgenauigkeit
- geringe Reibung (je nach Systemtyp)
- stabile, definierte Führung entlang einer Achse
Welche Arten von Linearsystemen gibt es?
Gleitschienen-Linearsysteme
- bekannter, robuster Aufbau
- einfache, langlebige Konstruktion
- hohe Zuverlässigkeit mit Einlaufzeit, danach konstante Präzision
- selbstbremsende Eigenschaften ohne zusätzliche Bremse
- gute Sicherheitsmerkmale bei Stillstand
Rollenschienen-Linearsysteme
- Systeme mit Rollen / Rollenschienen
- geringerer Reibwiderstand
- kleinere Vorschubkräfte nötig
- gute Notlaufeigenschaften bei Energieausfall
- geeignet für dynamische Industrieanwendungen
Modulare Linearachsen & Positioniersysteme
Linearsysteme können zu kompletten Achsen oder Positioniermodulen erweitert werden. Sie bestehen aus:
- Linearführung
- Laufwagen
- Verstelleinheit
- Verbindungselementen
Diese modularen Lösungen können als Einzelachse oder Mehrachssystem genutzt werden und
ermöglichen die flexible Gestaltung individueller Maschinenmodule.
Komponenten eines Linearsystems
Linearführungen / Linearführungssysteme
Sie bilden die Basis des Systems und führen den Laufwagen sicher in einer Richtung.
Varianten:
- Gleitschienenführungen
- Rollenschienenführungen
- Rohr- oder Profilführungen für Gleitführungen
Linearführungswagen / Laufwagen
Der Laufwagen (auch Carriage) bewegt die Last entlang der Führung. Je nach System gleitet oder rollt er.
Linearmodule / Linearachsen
Ein Linearmodul kombiniert:
- Führungsschiene
- Laufwagen
Antrieb (manuell oder motorisch)
Solche Systeme werden für exakte Positionier- oder Vorschubbewegungen eingesetzt.
Gleitführungen & Verstelleinheiten von INOCON
INOCON setzt auf modulare Gleitführungen und Verstelleinheiten auf Basis von Rund- und Profilrohren:
- leichte bis mittlere Lasten
- spielfreie Einstellung
- robuste, schmutzunempfindliche Bewegung
- kombinierbar mit Rohrverbindern und Klemmverbindungen
Wo werden Linearsysteme eingesetzt?
Linearsysteme sind entscheidend für präzise, stabile und reproduzierbare Bewegungen.
INOCON-Linearsysteme eignen sich besonders für Anwendungen in:
Maschinenbau
- Positioniersysteme für Werkzeuge, Sensoren oder Werkstücke
- Linearführungen in Vorrichtungen und Montageeinheiten
- modulare Maschinenbaugruppen
- manuelle oder teilautomatisierte Linearachsen
Vorteile im Maschinenbau:
- hohe Wiederholgenauigkeit
- stabile Führung
- robuste Konstruktion durch INOCON-Rohrsysteme
Industrie
- Bewegungs- und Führungsaufgaben in Produktionslinien
- präzise Werkzeug- oder Bauteilführung
- Schieb-, Hub- oder Zuführeinheiten
- Arbeitsstationen in Fertigungs- und Verpackungsanlagen
Industrie besonders relevant:
- wartungsarme Systeme
- zuverlässige Bewegungen bei leichten bis mittleren Lasten
- modulare Erweiterbarkeit
Forschung & Entwicklung
- variable Versuchseinrichtungen
- Testaufbauten und Laborkonstruktionen
- präzise, einstellbare Positionierungen
- schnelle Anpassungen in Prototyping-Phasen
Warum INOCON-Systeme ideal für F&E sind:
- modular kombinierbar
- flexibel anpassbar
- schnell umkonfigurierbar
- stabile, wiederholgenaue Linearbewegungen
FAQ – Häufige Fragen zu Linearsystemen
Was sind Linearsysteme?
Mechanische Systeme, die eine Last entlang einer linearen Bahn führen – präzise, stabil und wiederholgenau.
Wie funktioniert ein Linearsystem?
Ein Schlitten oder Wagen bewegt sich entlang einer Führungsschiene oder eines Rohres – gleitend oder rollend.
Welche Linearsysteme gibt es?
Gleitschienen-, Rollenschienen-, modulare Linearachsen und Linearmodule.
Warum setzt man Linearsysteme ein?
Für definiertes, kontrolliertes und präzises Positionieren von Bauteilen oder Werkzeugen.
Was ist der Unterschied zwischen Gleitschienen und Rollenschienen?
Gleitschienen sind robuster und selbsthemmend, Rollenschienen sind sehr reibungsarm und dynamisch.
Wo werden Linearsysteme eingesetzt?
Maschinenbau, Industrie, Forschung & Entwicklung – überall dort, wo präzise Linearbewegungen benötigt werden.
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